Die Zukunft des Gsotthaber Hofs

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Wie bereits berichtet, übernimmt Josef Bogner künftig den Betrieb der Gsotthaber Stuben. Heute Nachmittag präsentierten Bürgermeister Christian Köck, Josef Bogner und dessen Sohn Sepp Bogner das neue Gesamtkonzept. Dies geht deutlich weiter, als bislang angenommen.

Josef Bogner, Inhaber des „Zotzn“ in Rottach-Egern, plant einen kompletten Neubau auf dem Gelände des Gsotthaber Hofs. Auch das gegenüberliegende Kutschenmuseum soll von einem Lokal profitieren. Die gesamte Gsotthaber Stuben samt Tennisstüberl wird neu gestaltet. Ab März sollen die Arbeiten beginnen.

In einem ersten Schritt werden eine Tagesgaststätte und ein Café in den Parterre-Räumen des Kutschenmuseums gebaut. Der Betrieb des Cafés soll ab August 2015 aufgenommen werden. Das Kutschenmuseum hat der Gemeinde Rottach im Jahr 2013 enorme Defizite beschert. Deshalb lag ein neues Konzept für das Museum der Gemeinde schwer am Herzen. Bürgermeister Christian Köck zeigt sich erfreut:

Wir sind sehr positiv gestimmt, was das Konzept von Herrn Bogner angeht. Die Neugestaltung ist eine Unterstützung für die Gemeinde und eine Bereicherung für alle. Sie sorgt für die nötige Belebung.

Das Museum bleibt in seiner jetzigen Form erhalten. Nach Angaben von Bogner wird der Museumsbetrieb keine Beeinträchtigungen haben. Auch kleinere Sonderstellungen werden künftig möglich sein.

Teilabriss der Gsotthaber Stuben

In einem zweiten Schritt der Baumaßnahmen wird die Gsotthaber Stuben samt Tennisstüberl neu gestaltet. Der jetzige bewohnte Teil wird zusammen mit dem Tennisheim abgerissen. Dort will Bogner eine neue Gaststätte bauen.

Der 57-jährige Bogner erklärt, warum er einen Abriss als nötig empfindet: „Die Gaststube soll komplett neu ausgerichtet sein. Die schönste Seite mit Abendsonne und Blick auf die Berge und den Kinderspielplatz soll Hauptbestandteil der Gastronomie werden.“

Dieser Platz sei viel zu schade, um ihn als Zulieferbereich und Müllsammelstelle zu nutzen, so Bogner weiter. Wie lange die Bauarbeiten insgesamt andauern werden, könne man derzeit noch nicht festlegen. Man befinde sich erst im absoluten Anfangsstadium der Planungen, erklärte Köck.

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Bogner versichert, dass die Vereine vorerst unbehelligt bleiben. Die jetzige Gsotthaber Stuben wird dem Tennisclub und den Schützen zunächst als Vereinsheim erhalten bleiben. Die Bewirtung der Sportler sowie die Nutzung der sanitären Anlagen sei durch den Eigenbetrieb des Tennisclubs Rottach weiterhin gesichert. Der TC kann die Saison 2015 planmäßig zu Ende bringen. Man habe bereits mit dem Vorstand über mögliche Lösungen für eine Umsiedlung gesprochen.

„Wir wollen hier keinen vertreiben. Die Vereine haben das Konzept mit allen Umstrukturierungen sehr positiv aufgenommen“, betont Bürgermeister Köck. Auch die Schützengesellschaft soll von den geplanten Maßnahmen in den nächsten Monaten unberührt bleiben.

Sowohl das Café im Museum, als auch die neu geplante Gaststätte werden von der Familie Bogner geleitet. Der 30-jährige Sohn, Sepp Bogner, wird die Betriebe weiterführen. Die alte „Zotzn“-Stuben wird es in ihrer jetzigen Form nicht mehr geben.

Ich habe ein Konzept. Und dieses Konzept beinhaltet Visionen. Diese Visionen kann ich in der alten Zotzn nicht umsetzen. Und mit der Gsotthaber Stuben ergibt sich eine einmalige Chance.

So erklärt Josef Bogner seine Pläne. Die neue Gaststätte soll im Stil der alten „Zotzn“ gestaltet werden. Mit Platz für rund 50 Gästen will man Sportlern und Familien, Touristen und Einheimischen ein traditionelles, gut bayerisches Gasthaus bieten.

Bild und Text: Tegernseer Stimme

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